Reiseblog von Bine und  Sepp 

 

Saisonauftakt mal wieder an den schönen Gardasee

13.03.2023

Es ist Montag und wir starten so gegen halb 11 gen Süden.
Eigentlich hatten wir gar nicht vor heute durchzufahren, aber es war wenig Verkehr, wir kamen gut voran und so trudelten wir doch gegen 17 Uhr in Torbole ein.
ENDLICH frühlingshafte warme 18-20 Grad. Wie angenehm, nachdem sich die Temperaturen heuer zu Hause sehr viel Zeit lassen. 

Emma ist noch nicht so tiefenentspannt beim Fahren wie Kira. Sie braucht noch ununterbrochenen Körperkontakt zu mir, dann kann sie bissi runterkommen, die kleine Maus. Die letzten Male haben wirs in der sicheren Box versucht, aber da steht sie aufgeregt die ganze Zeit und kommt einfach nicht zur Ruhe. Nicht dass sie unleidlich wird, aber so alleine in der Box großer Stress für sie. Entsprechend fix und alle ist sie dann bei der Ankunft. Das wollten wir ihr diesmal ersparen.



Wir haben uns  für den Camperstop Torbole entschieden. Zum Saisonauftakt waren wir schon öfters am Lago, aber hier noch nie. Auf Instagram wird dieser Platz unter den Wohnmobilisten als DER Stellplatz schlechthin angepriesen, ganzjährig offen und zu jeder Zeit gut besucht, was wir hiermit bestätigen können. Das Personal ist supernett, alles unkompliziert und mit 30€ inklusive allem (auch Strom!) und Hundln sehr in Ordnung. Die Sanitären sind sauber, das WLAN ist hervorragend. Offiziell dürfte man nur maximal 48 Stunden bleiben, aber wird ganz entspannt gesehen. Man muss halt dann alle 2 Tage bezahlen. :-)
Momentan sind wir rundrum zufrieden.
Allerdings unser Franky hat für die allermeisten Plätze hier schon die absolute Maximalgröße. 

14.03.2023

In der Nacht hat es zwar ziemlich heftig geschüttet, aber bis wir uns aus den Laken gewälzt haben, hat schon wieder der blaue Himmel durchgeblitzt. Wir haben uns heute einen Relaxtag gegönnt und gemütlich in der Sonne gefläzt. Der Platz liegt direkt am Strand, aber Plätze gibt es nicht mit Seeblick. Wäre natürlich schön, ist aber kein Problem. :-) Allerdings wars heute auch viel zu windig. Da wars an unserem windgeschütztem Fleckerl weitaus gemütlicher. :-)


15.03.2023

Was für ein traumhafter Tag heute in Riva del Garda. Wir waren schon so oft in Riva, aber bisher immer nur auf der Durchreise oder kurzer Motorradstop. Das war ein Fehler. Riva ist gerade jetzt in der Vorsaison ein echt zauberhafter Ort mit einer malerischen Altstadt mit schönen Gässchen zum Rumschlendern und shoppen und das heute bei Kaiserwetter. In der Yacht-Bar direkt neben dem Municipio haben wir Gin-Tonic und Aperol-Sprizz geschlürft und uns die Sonne auf den Pelz scheinen lassen. Es war direkt heiß und wir sind länger versumpft als wir vorhatten.


Eine Schifffahrt wäre heute auch ein Traum gewesen, aber das geht mit unsrer Oma gar nicht mehr. Wir müssten ihr da eine Windel anlegen und Sepp geht so mit ihr nicht aus dem Haus. Schade, ich wär da nicht so und alle könnten sicher sein, dass kein Malheur passiert. Aber egal, so ne Schifferlfahrt können wir irgendwann immer noch machen. :-)


Hier im Norden sieht man den Wassermangel nicht gleich auf anhieb, aber wenn man genauer schaut ist er auch für Urlauber sichtbar. Es gibt kaum Frühlingsblüher und wenn dann sind die Beete umgeben von dürrem Beige. Die Lage sieht nicht gut aus in Italien und keine Entspannung in Sicht. :-(


16.03.2023

Heute war unser Pflichttermin dran. Vor etlichen Jahren haben wir für uns die Alpe del Garda entdeckt. Wenn wir unterwegs sind, bin ich ja immer auf der Suche nach hiesigen kulinarischen Leckereien und Direktvermarkter, wirklich gute Spezialitätengeschäften (möglichst kein Touri-Nepp), Biohöfen usw. Deshalb mögen wir Agritourismus auch so gerne und haben damit beste Erfahrungen gemacht.
Alpe des Garda ist hautpsächlich eine Käserei und ein Agritourismus hoch über Limone Sul Garda im Großraum Tremosine, in der Hochebene des Nationalparks Alto Garda Bresciano. Man kann dort extrem gut und authentisch essen und der Laden ist ein Augen- und Gaumenschmaus. Sie verkaufen nur Produkte der hiesigen Bauern, von Käse und Schinken/Speck, Wurst über Pasta jeglicher Art, Gewürze, verschiedenste Risotto, Eingelegtes und natürlich Vino und Olivenöl, alle Limonen-Produkte und und und. Wir lieben es da einzukaufen und lassen da immer ein Sümmchen wenn wir am Lago sind. Es macht einfach riesig Spass da einzukaufen.
Allerdings ist der Weg dahin schon eine kleine Herausforderung. Man sollte keine Probleme mit engen Straßen und Serpentinen haben. Aber der Weg lohnt sich immer. Nur auf die Mittagspause achten, nicht dass man stundenlang vor verschlossener Tür steht (ist uns schon mal passiert :-)).


Dann gings weiter Richtung Salò. Ich wollte eigentlich zu der Insel, wo man jetzt bei Niedrigwasser über einen schmalen Weg rüberlaufen kann.
Nachdem ja momentan noch kaum etwas auf hat, sind wir schlussendlich direkt am Ortsrand von Salo im „Area equipped Camper Paradise“ gelandet und das war ein Volltreffer. Ein superschöner Stellplatz terrassenförmig angelegt so dass jeder Blick auf den See und rüber nach Saló hat. Es ist alles da, gepflegt, V+E vorhanden, Strom, super WLAN und sogar ein kleiner Sanitär mit je einer Dusche und Steh-WC für Männer und Frauen. Frauen haben sogar noch ein zusätzliches Sitz-WC. Bei unserer Ankunft war alles sehr sauber und gepflegt und der Preis off-season 20€, in der Hauptsaison 24€. Von unserem Platz aus hatten wir auch super SAT-Empfang was allerdings nicht bei allen der Fall ist. Direkt an der Einfahrt zum Stellplatz ist unten am See eine Bar, wo man morgens auch frühstücken kann. In unseren Augen ein perfekter Stellplatz zu einem tollen Preis. 

Da die Italiener aber selber auch sehr viel mit dem Womi unterwegs sind und speziell die Plätze am Wochenende immer voll sind, das wissen wir schon von anderen Orten, muss man halt berücksichtigen, dass man bis spätestens Freitagmittag da ist und werktags auch generell in den frühen Nachmittagstunden, sonst wirds eng bzw. am WE kaum ein Platz zu kriegen. 


Ansonsten war heute dann Dolcevarniete-Tag angesagt. :-)
Schließlich hatten wir zum Wein ja jede Menge Leckereien im Gepäck und das perfekte sonnige Feckchen.


17.03.2023

Heute wollten wir zu dieser Insel, wie bereits erwähnt. Irgendwie hatte ich mir einfach eingebildet, dass es die Isola del Garda wär, aber tatsächlich wäre es die Isola di san Biagio. Egal die kleine Radltour quer durch die Olivenhaine zum dem Aussichtspunkt war eine richtige Genuss-Radltour, meist hatte man  über die Olivenfelder hinweg Blick auf den Gardasee. Superschön!
Da wir uns aber heute noch Saló ausgiebig anschaun wollten sind wir die 10km nicht mehr weitergeradelt.
Außerdem müssen wir auf dieser Tour immer besondere Rücksicht auf unsere Fellnasen nehmen. Emma, weil sie einfach noch ne kleine Maus is und besonders viel Schlaf braucht und unsere Oma Kira, weil man direkt zuschaun kann, wie sie täglich mehr abbaut. :-( Es ist wahnsinnig traurig das anzuschaun. Neben dem, dass sie so gut wie blind und taub und orientierungslos ist, ist sie mittlerweile völlig apathisch. Gassi gehen ist schon lange ein Drama, aber jetzt einfach nur traurig anzuschaun. Sie sitzt praktisch alle halben Meter und möchte irgendein Geschäft verrichten, gleichzeitig kann sie sich aber kaum mehr auf den Hinterläufen halten. Sie knicken direkt weg. Am meisten macht mir aber Sorgen, dass sie alle paar Tage einfach so blutet. Ohne Windel gehts gar nimmer, sie läuft pausenlos komplett voll. Ich denke, wir werden demnächst einen sehr sehr schweren Gang haben.


Wir haben uns Saló mit dem Radl angesehen und viel geschoben. Emma ist gelaufen und Kira war im Körbchen. So gings einigermaßen. Es ist ein total schönes Städtchen mit vielen alten Gebäuden mit kunstvollen Fassaden und eine wirklich schöne Marina und dazugehöriger Promenade.


Wir haben uns wieder eine ausgiebige Einkehr gegönnt und die Sonne und das Leben so genossen. :-)

Wie gestern schon geschrieben, war der Platz bis heute Abends proppenvoll. Sogar die oberste Ebene haben sie noch aufgemacht! Mag sein, dass die Sanitären da dann am WE nicht mehr so gepflegt wirken, weil in den Google-Bewertungen das öfters bemängelt wurde.

Ausgerechnet am Wochenende würde es richtig warm werden, aber wir haben für Samstag Karten für „Auf d’Saitn“, fahren da direkt mit Franky hin, treffen uns dort mit Freunden und bleiben da direkt auf dem Parkplatz. Am Sonntag gehts dann endgültig wieder heim.